Nächste Schritte

Nächste Schritte

ein Forschungsausblick.
Wie die Reise weitergehen könnte. Ein Ausblick auf geplante Forschungsprojekte, für deren Finanzierung wir an dieser Stelle werben.

Drei großartige Nachrichten für 2026:

Die erste gute Nachricht: Auch dieses Jahr werden wir durch die Wüstenrot-Stiftung gefördert. Die Nachricht hat uns noch kurz vor Jahresende 2025 erreicht. Luftsprung!

Ihre Förderung versetzt uns in die Lage, die im Vorjahr begonnenen Grabungen fortzusetzen und weitere Abschnitte der Burg zu sichern. Dafür werden drei Wochen veranschlagt. Geplant ist dieses Mal eine Kombination aus Lehrgrabung der Universität und einer sogenannten Freiwilligengrabung. Wir wollen künftig stärker interessierte Laien einbinden.

Das ist die zweite gute Nachricht: Auf einen öffentlichen Aufruf hin melden sich großartige Archäologie-Begeisterte, die schon an vielen anderen Grabungen teilgenommen haben. Laien also, aber sehr kenntnisreich. Andere, archäologisch noch unbeleckte Interessierte präsentieren sich ebenfalls voller Elan und Neugierde. Das wird ein gutes Team! Angeleitet wird die diesjährige Kampagne von Adrian Brombach und Shane Cavlovic mit Sören Frommer als fachlichem Berater.

Die Kampagne ist für den März/April ausgelegt.

Im Juni/Juli wird Steinmetz Alexandre Aubry an der Sicherung weiterer Mauern arbeiten. Wie im vergangenen Jahr wird er dabei vom Berufsschullehrer und gelernten Architekten Hermann Idarous sowie den Berufsschülern der Grafenberg-Schule, Schorndorf, zwei Tage lang unterstützt.

Im Juli planen wir gemeinsam mit der Gemeinde Sonnenbühl die Eröffnung des „Drei-Burgen-Weges“. Er verbindet die drei (bisher allesamt vergessenen) Burgen des Genkinger Burgensystems und erstreckt sich über eine Entfernung von elf Kilometern. Auf ihn soll in die Welt des schwäbischen Niederadels eingeführt werden, inklusive QR-Audioguide. Jetzt schon kann man dort reinhören: Audio Guide

Der Beginn eines Archäologiepfades mit dem Hohengenkingen im Mittelpunkt.

Die dritte gute Nachricht: Die renommierte Gerda-Henkel Stiftung mit Sitz in Düsseldorf gewährt uns eine Förderung in Höhe von 20 000 Euro. Genau genommen nicht uns, sondern dem Institut für Landesgeschichte an der Universität Tübingen. Drei Historiker und ein Archäologe haben sich zu einer kleinen Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Joachim Jehn ist dabei, Stadtarchivar in Sulz am Neckar, der zu einen der wenigen zählt, der sämtliche, hierzulande gebräuchlichen mittelalterlichen Handschriften beherrscht. Der Niederadels-Experte Marco Kretschmer, der zurzeit einen Lehrauftrag an der Universität Göttingen innehat. Außerdem Christian Kübler vom Institut für Landesgeschichte, der sich für das Organisatorische verantwortlich zeichnet, sowie der Archäologe und Historiker Sören Frommer, der die Erkenntnisse aus den aktuellen Forschungen am Hohengenkingen in die Arbeit miteinfließen lassen wird.

So werden wir erstmals umfänglich erfahren, was schriftlich über die Herrscher des Genkinger Burgensystems aus dem Mittelalter überliefert ist. Bisher sind nur wenige Urkunden bekannt, in denen die Herren von Genkingen erwähnt wurden. Die Arbeitsgruppe wird jetzt tiefer die Archive eintauchen. Noch einmal werden sie mit frischem Blick moderner Erkenntnisse Dokumente und Urkunden anschauen, die zum letzten und auch zum einzigen Mal vor 120 Jahren im Original gelesen wurden. Und sie werden Archive durchforsten, die bisher nicht im Kontext der Genkinger gelesen wurden. Die Forschungen werden dabei nicht nur das eine Niederadelsgeschlecht der Genkinger untersuchen, sondern auch die benachbarten Häuser, um so eine Topografie mittelalterlicher Machtentfaltung am Beispiel einer Region zu rekonstruieren.

Näheres dazu in der Rubrik Schriftquellen.

28.10.2026

Wir laden herzlich ein zu einem ungewöhnlichen Abend. Einer der führenden Archäo-Akustik-Experten, Dr. Felix Rösch, derzeit Stadtarchäologe in Lübeck, berichtet von seinen experimentellen Forschungen zu mittelalterlichen Signalhörnern. Drei unterschiedliche Signalhörner wurden bereits auf dem Hohengenkingen gefunden (siehe frühere Berichte). Diese Fragen werden uns an diesem Abend beschäftigen: Wie haben die Signalhörner geklungen? Wie weit trugen sie eigentlich? Inwieweit waren Türme als Frühwarnsysteme gut? Wie klang das Mittelalter? Zu unseren Kooperationspartnern zählen die Bäckerei Haug sowie der Lehrstuhl für Mittelalter-Archäologie der Uni Tübingen. Auch eine unserer Missionen: Wir bringen die akademische Lehre aufs Dorf!

Dezember 2026, noch nicht terminiert.

Jahreshauptversammlung.

Auch das muss sein.

Wir suchen weiter Paten und Spender! Nur mit ihrer Hilfe sind wir in der Lage, die Anlage weiter zu vom Zerfall zu retten und unsere Zeitreise fortzusetzen.

9 Wer wir sind